Communities of practice are groups of people who share a concern or a passion for something they do and learn how to do it better as they interact regularly. (Etienne Wenger: http://www.ewenger.com/theory/)
Dieses Wissen, das in solchen Situationen entsteht, bzw. übertragen wird „Implizites Wissen“, ein Wissen, das man anwendet, ohne erklären zu können wie. Als Paradebeispiele werden in der Literatur häufig der Erwerb der Erstsprache oder das Fahrradfahren genannt.Etienne Wenger untersuchte Ende der 80er, Anfang der 90er Jahre in empirischen Studien den Wissenserwerb, der in Organisationen (Wirtschaftsunternehmen) in solchen Situationen wie Pausengesprächen stattfindet. Die Personen, die dort miteinander praktizieren bzw. kommunizieren bilden eine Community of Practice (CoP). In CoPs findet die Erzeugung, der Erwerb und der Austausch impliziten Wissens statt, es entsteht dort das Wissen, das ein Unternehmen braucht, um erfolgreich am Markt bestehen zu können. Wenger beschrieb die Merkmale von CoPs und zeigte Möglichkeiten auf, ihre Entstehung und den Erhalt zu fördern.
Merkmale:
1) Joint enterprise“: Die Mitglieder haben ein gemeinsames Vorhaben, das sie kontinuierlich weiterentwickeln und immer wieder neu verhandeln.
2) „Mutual Engagement“: Ihr „gegenseitiges /wechselseitiges Engagement“ oder „aufeinanderbezogenes Handeln“ hält sie in einer sozialen Einheit zusammen.
3) Durch dieses gemeinsame, aufeinander bezogene Handeln entwickelt die CoP ein gemeinsames Repertoire an Routinen, Artefakten, Werkzeugen… („shared repertoire“).
Es handelt sich beim Lernen in CoPs um eine situative bzw. soziale Lernform, in der Lernen ein selbst organisierter und selbststeuernder Prozess von Personengruppen ist. Solche Lernprozesse können nicht von außen bestimmt werden, man kann jedoch einen Rahmen schaffen, der für eine Entstehung und Weiterentwicklung von CoPs förderlich ist.

(Quelle: http://masters.bilbea.com/extras/Chinese_teacher_PD/images/CoP.jpg)



